ADHS
ADHS zeigt sich im Erwachsenenalter oft vielschichtig – nicht nur in Aufmerksamkeit und Organisation, sondern auch im emotionalen Erleben und in Beziehungen. In Diagnostik und Therapie geht es darum, das eigene Erleben besser zu verstehen und tragfähige Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.
Wie äußert sich ADHS?
ADHS kann sich im Erwachsenenalter auf unterschiedliche Weise zeigen. Manche Menschen erleben innere Unruhe, schnelle Gedanken oder starke Impulse, andere vor allem Schwierigkeiten, Prioritäten zu setzen, Aufgaben zu beginnen oder verlässlich abzuschließen. Häufig betrifft ADHS nicht nur Aufmerksamkeit oder Organisation, sondern auch das Verhältnis zu den eigenen Gefühlen und zu anderen Menschen. Beziehungen können intensiver, Nähe und Distanz schwerer regulierbar sein, und der Alltag fordernder, als es nach außen scheint.
Sie haben ADHS oder vermuten es?
In einem ersten Schritt geht es um diagnostische Klärung und darum, gemeinsam zu verstehen, welche Erfahrungen und Muster zu Ihrem Erleben beitragen. Daran schließt sich eine psychoedukative Phase an, in der wir nachvollziehbar machen, wie Aufmerksamkeitslenkung, Impulse und Emotionsregulation zusammenhängen. Darauf aufbauend kann eine gruppentherapeutische Behandlung sinnvoll sein, in der innere Zustände und Beziehungsdynamiken im Kontakt mit anderen erkennbar und veränderbar werden. Gruppentherapie ermöglicht, neue Arten des Umgangs mit sich selbst und mit anderen auszuprobieren – in einem geschützten Rahmen und über einen längeren Zeitraum hinweg.
Rahmen und Gestaltung der Behandlung
Die Behandlung findet ambulant statt; ein verlässlicher Rhythmus ist dabei essentiell. Die genaue Ausgestaltung besprechen wir im Rahmen der Sprechstunde und der probatorischen Sitzungen, in denen auch entschieden wird, welche Form der Einzel- oder Gruppentherapie passend ist.